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Articles | 20. September 2021

Lebenszyklen der Softwareentwicklung

Die Zeit von der „Geburt“ einer Anwendung bis zu ihrer vollen Funktionsfähigkeit muss immer auf eine bestimmte Art und Weise verlaufen und ist in der Regel in Phasen unterteilt, die von der verwendeten Methodik abhängen. In den letzten Jahrzehnten wurden neue Modelle entwickelt, die den Weg für die Entwicklung hochwertiger technischer Lösungen weisen. Einige der Modelle eignen sich für komplexe Projekte, während andere besser für solche mit einem hohen Maß an Mehrdeutigkeit geeignet sind. In diesem Artikel erfahren Sie, was der Lebenszyklus der Softwareentwicklung ist, welche Modelle am beliebtesten sind und wann sie am besten funktionieren.

Was ist der Lebenszyklus der Softwareentwicklung?

Softwareentwicklungsmethodiken systematisieren die Arbeit und strukturieren die Prozesse, die für die Erstellung hoch funktionaler Systeme erforderlich sind. Sie fördern ebenfalls die Effizienz und ermöglichen die Überwachung des Fortschritts. Der Lebenszyklus der Softwareentwicklung (Englisch: Software Development Life Cycle, SDLC) ist ein Prozess, der die Softwareproduktion durch mehrere wesentliche Phasen führt, um Effizienz und Qualität zu gewährleisten. Es wird davon ausgegangen, dass der SDLC in den 1950er und 1960er Jahren zusammen mit den Fortschritten in der Informatik entstanden ist. Seitdem wurde SDLC von aufkommenden Technologietrends wie Cloud Computing, Big Data und neuerdings dem maschinellen Lernen und künstlicher Intelligenz beeinflusst. Was ist SDLC in der Praxis? Einfach ausgedrückt handelt es sich um bestimmte Phasen der Anwendungs- oder Systementwicklung, die notwendig sind, um das bestmögliche Produkt in der kürzesten Zeit sowie innerhalb des angenommenen Budgets zu erstellen.

Zu den einzelnen Arbeitsphasen am Softwareprodukt gehören insbesondere:

  • Bestimmung der Anforderungen: Diese Phase umfasst die Unternehmensanalyse, in deren Rahmen die Fachleute in diesem Bereich Anforderungen sammeln, um das Projektziel besser zu definieren. Sie ermöglicht auch eine positive Zusammenarbeit zwischen dem Geschäfts- und dem Projektteam, da die Geschäftsanalytiker eine gemeinsame Sprache für sie suchen.
  • Planung und Architekturdesign: Die Planungsphase umfasst die Festlegung von KPIs, die Auswahl von Technologien und Projektwerkzeugen sowie die Erstellung von Spezifikationen. In dieser Phase sollte man so viele Fragen wie möglich stellen wie z. B. verfüge ich über alle Quellen und Kompetenzen, die ich für die Durchführung eines Projekts benötige? Was muss getan werden und wen muss ich engagieren? Was sind die potenziellen Risiken und wie kann man sie vermeiden? Es ist auch der Punkt, an dem die Grundlagen gelegt werden: Die Architektur des Systems wird hier gebaut und IT-Architekten werden in die Arbeit einbezogen.
  • Entwicklung: Diese Phase besteht aus der Programmierung, Prüfung und Wartung eines Systems oder einer Anwendung. Programmierer oder ganze Entwicklungsteams schreiben den Code der Anwendung. Die Entwicklungsphase umfasst auch Softwaretests, die erforderlich sind, um ein Qualitätsprodukt zu liefern. An diesem Prozess sind nicht nur Entwickler und Tester beteiligt. Bei agilen Softwareentwicklungsmethoden sind zusätzlich ein Scrum Master und ein Product Owner involviert.
  • Wartung und Weiterentwicklung: Der Lebenszyklus einer Anwendung endet nicht mit ihrer Implementierung in der Produktionsumgebung und der Bereitstellung für die Endnutzer. Jede Anwendung ist wie ein Lebewesen: Sie verändert und entwickelt sich ständig weiter. Im Laufe der Zeit melden Benutzer nicht nur Fehler, sondern teilen auch mit, wo es Entwicklungsbedarf gibt. Deshalb ist es so wichtig, bei der Auswahl eines Softwaredienstleisters zu prüfen, ob dieser auch in der Lage ist, die Software zu warten und Wartungsarbeiten nach Ihren Bedürfnissen durchzuführen.

4 beliebte Modelle für den Lebenszyklus der Softwareentwicklung

1. Wasserfall

Dieses Modell wird seit 1970 verwendet und gilt als „traditioneller“ Ansatz. Es handelt sich um ein sequenzielles Modell, das aus folgenden Phasen besteht: Erstellung der Dokumentation und Erfassung der Geschäftsanforderungen, Programmierung, Tests, Implementierung und Wartung. Es beinhaltet die Erstellung von Projektdokumentationen und funktioniert am besten, wenn ein gutes Verständnis der Technologie vorhanden ist und die Geschäftsanforderungen klar definiert sind. Einige Beispiele für das Wasserfallmodell sind PMBOK und PRINCE2.

2. Spiralmodell

Dieser 1986 erstmals beschriebene Lebenszyklus der Softwareentwicklung kombiniert einen iterativen Ansatz der agilen Methodik mit dem traditionellen Wasserfallansatz. Der Prozess gliedert sich in die folgenden Phasen: Festlegung der Ziele, Identifizierung und Lösung von Risiken, Entwicklung der Software und Einholung der Genehmigung, Bewertung und Planung. Bei diesem Modell wird besonderer Wert darauf gelegt, potenzielle Risiken zu erkennen und zu vermeiden, um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu schaffen.

3. Agiles Modell

Das Agile Manifest wurde Anfang der 2000er Jahre veröffentlicht und beschreibt die Prinzipien der agilen Methodik. Es handelt sich um einen iterativen Ansatz, bei dem die Arbeit in sog. Sprints unterteilt wird. Obwohl es Agile schon seit über 20 Jahren gibt, wird das Modell oft als revolutionär bezeichnet. Im Gegensatz zum Wasserfallmodell legt es den Schwerpunkt auf Kommunikation und Flexibilität, da die Teams Software auf flexible Weise entwickeln, indem sie auf Änderungen reagieren. Aus diesem Grund arbeiten agile Teams mit einer übersichtlichen Projektdokumentation und speziellen Tools für die Planung und die Überwachung des Fortschritts. Agile Softwareentwicklung funktioniert gut in Projekten, in denen eine hohe Unvorhersehbarkeit besteht und potenzielle Risiken nur schwer zu erkennen sind.

Beliebte agile Methoden umfassen:

  • Scrum sowie Agile Scaling Frameworks (SAFe, LeSS, Nexus),
  • Kanban,
  • Extreme Programming,
  • Lean Management.

4. DevOps

Das Wort „DevOps“ wurde zum ersten Mal 2009 von Patric Debois auf einer Branchenkonferenz verwendet. Der Prozess besteht aus 8 Schritten: Planung, Entwicklung, Kompilierung, Testen, Freigabe, Implementierung, Service und Überwachung und umfasst häufige, iterativ durchgeführte Implementierungen. Die weit verbreitete und immer beliebter werdende DevOps-Kultur bedeutet Synergien zwischen Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations). DevOps-Spezialisten befolgen Continuous Integration- und Continuous Development-Praktiken, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Einige der bekanntesten Unternehmen, die DevOps einsetzen, sind Flickr, Netflix, Amazon und Groupon

Zusammenfassung

Softwareentwicklung steht nicht nur für das Programmieren. Es ist ein mühsamer Prozess, der es erfordert, in jeder Phase eine Reihe von qualifizierten Experten in vielen Bereichen einzubeziehen. IT-Outsourcing ermöglicht es Ihnen heutzutage, problemlos auf diese Kompetenzen zuzugreifen. Außerdem erzeugen Sie dabei Mehrwert, weil Sie professionelle Partner Sie über den empfohlenen Lebenszyklus der Softwareentwicklung beraten, der für Ihr Projekt am besten geeignet ist.

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Wiktoria Sadowska